Hausratte
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Die Hausratte (Rattus rattus) ist trotz ihres Namens ein zur Unterfamilie der echten Mause (Murinae) gezahltes Nagetier (Rodentia).
Table of contents |
1 Herkunft und Verbreitung 2 Grosse und Gewicht 3 Verhalten 4 Symbolik 5 Pest 6 Literatur |
Herkunft und Verbreitung
Sie kam ursprunglich als Bewohner von warmeren Felslandschaften in Sud- und Ostasien vor, passte sich als Kulturfolger dem Leben des Menschen an und wurde durch ihn in alle Welt verbracht.
Die Verbreitung auf dem afrikanischen und dem europaischen Kontinent erfolgte wahrscheinlich durch romische Schiffe.
Der alteste Nachweis der Hausratte in Deutschland stammt aus Ladenburg bei Mannheim, aus dem 2. Jahrhundert.
Bei Grabungen nach der Stadt Haithabu wurde das Vorkommen der Hausratte um 1050
bestatigt, von wo sie sich weiter mit den Schiffen der Wikinger und spater der Hanse verbreiten konnte.
In Europa ist die Zahl der Hausratten stark ruckgangig.
Als ein Grund wird gesehen, dass die Hausratte durch die Wanderratte mehr und mehr verdrangt wird,
da diese im heutigen Umfeld konkurrenzstarker ist.
Grosse Populationen der Hausratte kommen nur noch in den Mittelmeerlandern vor.
Grosse und Gewicht
Die Hausratte hat eine Kopf-Rumpf-Lange von 16 bis 24 cm, eine Schwanzlange von 18 bis 25,
der Schwanz weist 200 bis 260 Ringe auf, das Gewicht betragt ca. 200 bis 400 g.
Die Hausratte ist nicht der Vorfahre der Farbratte, die als Versuchstier oder als Haustier gehalten und gezuchtet wird, der Vorfahre dieser Ratten ist die Wanderratte (Rattus norvegicus).
Verhalten
Die Hausratte ist nur in kalteren Regionen an menschliche Siedlungen gebunden.
Dort lebt sie bevorzugt in trockenen Wohn- und Vorratsgebauden, aber auch in Kellern und Stallen.
Im Freiland sucht sie sich Schlupfwinkel, die sehr unterschiedlich sein konnen,
dort baut sie Nester. Als soziales Tier lebt sie in Gruppen, die funfzig und mehr Individuen umfassen konnen.
Die Fortpflanzung findet unter gunstigen Bedingungen ganzjahrig statt, die Tragzeit betragt 21 bis 23 Tage;
geboren werden pro Wurf ca. acht blinde und nackte Jungen, die nach sechs Wochen selbstandig werden,
die Geschlechtsreife ist mit sechs Monaten erreicht.
In den vergangenen Jahrhunderten wurden ab und an auch Rattenkonige gefunden, zu einem Rattenhaufen zusammengewachsene Hausratten.
Symbolik
Im Chinesischen Kalender symbolisiert die Ratte als Tierkreiszeichen
Fleiss, die Fahigkeit trotz Verfolgung und widriger Umstande zu uberleben, Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit.
Pest
Dadurch, dass der Rattenfloh Xenopsylla cheopsis auch die Hausratte als Wirt
parasitiert, wird der Erreger der Pest, das Bakterium Yersinia (Pasteurella) pestis
auch von ihr und durch sie verbreitet.
Diese Bedeutung in Bezug auf die Seuche erlangt sie dadurch, dass der Rattenfloh
von erkrankten Ratten auf den Menschen uberwechselt und umgekehrt.
Literatur
- Horst Bielefeld - Mause, Grafe und Unzer, ISBN 3-7742-1225-2
- Storch/Welsch - Systematische Zoologie, 6. Auflage, Spektrum, ISBN 3-8274-1112-2
- Hagermann - Das Mittelalter, Bertelsmann, ISBN 3-570-00582-8
- Stefan Winkle - Kulturgeschichte der Seuchen, Komet, ISBN 3-933366-54-2
Kategorie:Nagetiere
da:Sort rotte
en:Black Rat
fi:Mustarotta
nl:Zwarte rat
sv:Svartratta
  
 
 
 
 
 
 
 
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